ronsens

Mar 26, 2013

Ich schreibe zwar immer noch nichts wirklich ins Blog, wechsle jetzt aber trotzdem die Software und Domain, hier ist also Schluss, dafür dann (hoffentlich öfter) weiter bei ronsens.net.

Mar 17, 2013

Google Reader bald tot, alle haben dazu was gesagt, deshalb nur: schon eher schlecht - dürfte für mich der wohl einschnittigste Eingriff in Onlinegewohnheiten sein, an den ich mich jetzt spontan erinnere. Ich nutze RSS in vielerlei Hinsicht (siehe etwa meine Ausführungen zum Quellensammeln für den Machtdose-Podcast) und der Reader ist die (immer noch) Zentrale fürs Durchsnetzbewegen.

Aber Jammern hilft ja nicht und ich habe auch keine Lust, Google hinterzubetteln, sie mögen das Ding beibehalten. - Vielleicht ja die Chance, dass sich da auch mal wieder was neuert, wie ja auch verschiedentlich geäußert wurde..

Nur: der Ersatz - schwierig, wie das jetzt zweitägige einigermaßen intensive Austesten aller erdenklichen Alternativen zeigt. Irgendwas passt mir immer nicht, was vielleicht zu einigen Teilen auch mit Gewohnheiten zu tun hat, zum anderen aber auch damit, dass die Angebote offenbar einfach andere Schwerpunkte haben ("Magazin"-Ansichten usw.) als das, was ich mag. Ich glaube, ich habe so ziemlich alles ausprobiert, was in den letzten Tagen dazu auch nur genannt wurde.

Ich bin übrigens lange Zeit auch kein großer Google-Reader-Fan gewesen, war ja zuvor bei Bloglines. Irgendwann nervte Bloglines aber dann auch, wegen zweierlei: Feeds wurden aus nicht ersichtlichen Gründen gar nicht oder nur sehr spät aktualisiert und das Aufrufen der Artikellisten / Feeds war sehr langsam. Bloglines ist mittlerweile nicht mehr Bloglines, sondern heißt nur noch so, eigentlich ist es Netvibes. Langsam ist es immer noch.

Geschwindigkeit ist übrigens auch Key bei fast allen Readern, die ich ausprobierte. Die sind größtenteils einfach arschlahm.

Das gilt leider auch insbesondere für alle selbstgehosteten Lösungen, die ich ausprobiert habe . Denn natürlich habe ich mir gesagt: naja, jetzt auch mal wirklich Zeit, wieder selbst was dahinzustellen (gibt ja noch einiges andere, Blog, Mail, Cloud - will man ja irgendwie auch immer selbst irgendwo hinstellen, macht es aber bisher nicht).

Am besten hat mir dabei noch Selfoss gefallen, weil nett anzusehen und angenehm vereinfacht (letztlich aber doch zu sehr simplifiziert), da war die Geschwindigkeit akzeptabel, nur wurden leider nicht alle Feeds in einem akzeptablen Intervall aktualisiert (oder ich habe die entspechende Einstellung in der config.php nicht gesehen). Ganz gräßlich übrigens Tiny Tiny RSS. Ich hatte es zuerst auf den Umstand geschoben, dass ich wegen Billighoster nur das ungünstigste Updateverhalten wählen kann. Bei yanobs.com kann man sich aber auch als Nutzer bei einer bestehenden tt-rss-Installation anmelden - und da ist genau das Gleiche. Quälend langsam.

Meine durch keinerlei technisches Wissen gestützte Vermutung (und also vielleicht Quatsch): die eigentliche Leistung vom Google Reader scheint zu sein: der holt sich den Krempel ab, wenn wir alle schön schlafen oder sonstwie nicht gerade da sind und hat das alles dann bereits parat / gespeichert, wenn wir wieder reinsehen. Bei den anderen Angeboten (so jedenfalls mein Eindruck) werden die Feeds genau dann geholt, wenn man den Reader aufruft. Da sitzt man dann drei bis sechs Sekunden, bevor irgendein Inhalt erscheint. Na, da kann ich auch gleich auf die einzelnen Seiten gehn.

Nicht ausprobiert habe ich bei den Selbsthosting-Lösungen das vielgelobte Fever, da waren mir jetzt 30 USD zu viel, wenns mir dann doch nicht gefällt. (Hats irgendjemand von Euch am Laufen?)

Übrig blieben als einigermaßen brauchbare - wie ich hoffe - Übergangslösungen: Feedly, das ja aber im Moment auch nur ein Layer über Google Reader ist, daher auch die Geschwindigkeit stimmt, aber für mich dann weniger der Rest. Vom Design her für mich eher nix, weil ich beim Readerlesen keinen schicken Weißraum brauche, sondern möglichst kompakte Darstellung (gilt bei Feedly unabhängig von den gewählten Darstellungsformen). Es wird dann interessant werden, wenn die Umstellung erfolgt, ob das dann immer noch geschwindigkeitsmäßig hinhaut. Man könnte dann vielleicht das Aussehen mit Stylish o.ä. zurechtbiegen. Allerdings: trotzdem dann auch nicht wirklich das, was ich will, denn ich verstehe nicht, warum ich für nen RSS-Reader jetzt ne extra Browser-App installieren soll. Ich will mich irgendwo einloggen und fertig. Weitere ganz okaye Lösung noch: Feedspot

Von allen angesehenen Lösungen hat mir bisher am besten gefallen: BazQux, kostenpflichtiger Anbieter, der ist auch vom Look & Feel extrem nah am Google Reader, aber eben auch von der Aktualisierungs- und Präsentationsgeschwindigkeit. Kann man 30 Tage kostenfrei testen, dann werden Kosten von mindestens 9 USD im Jahr fällig. Das würde ich mir überlegen, hoffe aber weiterhin, dass vielleicht bis zum Juli noch eine bessere Alternative rumkommt.

Feb 28, 2013

So, weil ich diese Lieblingstweets-Sammlungen selber ganz gern mag, mach ich ab sofort halt auch eine:

 

Feb 24, 2013

Das war jetzt anders geplant. Hab mich ja jetzt wieder eingekauft bei den Ironbloggern und mir eigentlich auch fest vorgenommen, mein Slackerkarma möglichst niedrig zu halten. Andererseits: sitz ich grad wirklich & wahrhaftig an anderem zum Schreiben, so dass ich wieder dieses Wochenende nicht dazu kam, fürs Weblog zu schreiben wie ich's vorhatte (da hab ich nämlich noch einzwei Dinge).

Egal, auf die Schnelle: ein längerer Metatext wäre ja auch dafür angebracht, dass die persönliche Wiederentdeckung der Blogs auch gerade damit zu tun hat, dass ich das Webloglesen wiederentdecke, so Schritt für Schritt. Ich muss noch schauen, wie ich das so organisiert kriege, dass ich für mich selbst das Gefühl habe, mit einigermaßen (für meinen Geschmack) "repräsentativen" Querschnitt so durch die Woche zu kommen, ohne dass es einen zeitmäßig auch wieder zu sehr auffrisst. Sprich, ich muss mal wieder ne Blogrolle hust kuratieren, die das irgendwie wiedergibt.

Egal, andererseits, denn: ich mag auch sehr die "Best-of"-Links-Serien die's so gibt, und wollte das dann hier auch machen. (Die andererseits aber auch schon über quote.fm abgedeckt sein mögen). Aber das Linkbloggen giltet ja jetzt fürs eigentliche Bloggen nicht wirklich. Trotzdem muss es diesmal als Alibi her.

Hier also jetzt aus den letzten Tagen, was ich gern las:

  • Blauäugig: Zum Antirassismustraining von Jane Elliott Schon ein paar Tage alt, aber gerade erst drübergestolpert: Jane Elliott und ihre Antidiskriminierungskurse sind ja relativ bekannt und hier wird deren Konzept einer wie ich finde sehr plausiblen Kritik unterzogen
  • Lecko mio! – Die Zunge in unseren Lebensmitteln Zungeschlecken als Leitmotiv auf Lebengsmittelpackungen, vermutlich damit "die Kleinen" zugreifen?
  • Der Autismus unserer Zeit. Zur Popularität einer Metapher Für Monis Text hab ich jetzt überall Werbung gemacht, da ich ihn für so grundlegend und großartig halte, also auch hier nochmal
  • Selbst schuld Auch so'n Klassiker. Man liest irgendwo und denkt: ach, ja das wollt' ich doch auch eigentlich längst mal geschrieben haben (machts aber nie). Das ist hier so einer bei jawl.
  • Methodos – Abitur ohne Schule – aber mit Internet? Interessantes Interview zu einem interessanten Projekt, dass als Ergänzung zur Schule bzw. Alternative für Einzelne ja durchaus diskutabel und ausbaufähig. (Aber eigentlich: Schule ist für mich persönlich idealtypisch immer noch ne gute Einrichtung. Ist aber wahrscheinlich nicht als "Generalangriff" darauf gemeint, kann aber wohl leicht so verstanden werden.)
Jan 31, 2013

Gerade, ich glaube, einen Tag vor #aufschrei, hat Christoph Kappes ausgemacht, dass eine wesentliche Funktion von Blogs das Aushandeln sozialer Normen sei. Den Bloggenden / Bloglesenden gehe es darum, "ihre Moral zu kommunizieren, durchzusetzen und zu verfeinern und miteinander die Regeln zu verhandeln, mit denen Gesellschaft gelebt werden soll."

(Kappes hat obiges auch in Abgrenzung zu massenmedialen Öffentlichkeiten formuliert. Wie dieses moralisches Verhandeln über #aufschrei vom Netz "in die Medien" schwappt, dort entsprechend nach deren Regeln weiter verarbeitet / inszeniert wird und wieder zurückstrahlt usw., wäre vielleicht auch mal ne gesonderte Beobachtung wert, aber darum gehts mir grad nicht, sondern:)

Also, das wird jetzt auch so'n Moraltext. Mehr für mich, denke ich, aber weil veröffentlicht letztlich auch fürs Außen (weshalb das Folgende vielleicht als "redet mehr über seine eigenen Befindlichkeiten als übers eigentliche Problem" oder Fleißkärtchenhabenwollen oder angestrengte Rechtfertigungsrede gelesen werden kann oder oder).

Vor ca. vier Wochen jedenfalls stand ich an einer Tür in der S-Bahn, Buch vor der Nase. Zwei etwa vierzehnjährige Mädchen treten zum Aussteigen vor mich hin, ich blicke auf. Sagt die eine (in ehrlicher Empörung): "Hey, der hat dir grad voll in den Ausschnitt geschaut".

Meine Reaktion darauf: krampfhaftes ins Buch zurückstarren, bis wir alle eine gefühlte Ewigkeit später an der nächsten Haltestelle ausstiegen, und ich abschließend noch eines "bösen" Blickes gewürdigt wurde.

Tja. Es war mir peinlich und ich ärgerte mich ein wenig. "Technisch gesehen" war der Vorwurf vielleicht nicht falsch, sonst aber komplett, fand ich. Zwar hatte ich meinen Blick auf das vor mir stehende Mädchen gerichtet (deutlich kleiner als ich), der aber war nirgends "hängengeblieben" o.ä.. Und überhaupt: ich glotz doch keine Kinder an! usw. usf.

Gefragt im Nachgang habe ich mich dann: wie hätte ich darauf gescheit reagieren können (vermutlich im Sinne von "gut dabei wegkommend") - ohne wie ein Ertappter oder völliger Empörer zu klingen?

Denn andererseits finde ich es zugleich ganz richtig, wenn junge Mädchen ordentlich und lautstark Adressieren, dass sie sich belästigt fühlen. Was ja dann (von meiner Warte aus) irgendwie auch ein Recht auf "Irrtum" einschließen muss.

Vermutlich war Mundhalten gar nicht mal so verkehrt. Vielleicht wäre ein "Sorry, falls das so rüberkam, war nicht so gemeint" o. ä. passend gewesen, zugleich aber auch unrealistisch, denn ich war a) ziemlich perplex und b) fühlte mich "unschuldig", so dass ich dann unmittelbar auch unbedingt hätte transportieren wollen: "Ihr irrt Euch, ehrlich!"

Jedenfalls und genauso realistisch: ist mir ja auch kein Zacken aus der Krone gefallen, weil ich hier des Gaffens bezichtigt wurde. Und jetzt kommt die Moral von der Geschicht: In Abwägung dessen, was mir persönlich (und damit auch "für die Allgemeinheit") lieber ist, dann doch, dass Frauen auf Belästigungen reagieren statt sie stillschweigend hinzunehmen.

Das ist es ja dann auch (und wurde so auch wiederholt gesagt) was letztlich das Anliegen der ganzen #aufschrei-Debatte um Alltagssexismus ist: dieses Aushandeln.

(Was sich einem z. B. auch in historischer Perspektive erschließt: es war mal in früheren Zeiten okay, in der Öffentlichkeit seine Notdurft zu verrichten und ist es heute aus Gründen, die den meisten einleuchten, nicht mehr usw.)

Und was ich dabei nur begrenzt verstehe, denn eigentlich scheint mir das alles so sonnenklar, dass es mir fast peinlich ist hinzuschreiben: man muss sich selbst nichtmal das Label "Feminist" o.ä. zuschreiben wollen, und sollte es doch trotzdem für erstrebenswert halten, der berühmten "Sei-kein-Arsch"-Vorgabe zu folgen?

Was also ist jetzt nochmal gleich so "schlimm" daran, zu versuchen, sein Verhalten entsprechend darauf zu überprüfen, ob man sich selbst nicht besser an ein paar Mindeststandards hält? Naja.

Zum Schluss: das ist bei mir selbst auch nicht alles ohne Widersprüche und Ambivalenzen. Bei obigem geht es ja "nur" um Alltagssexismus, wenn ich aber dann z. B. so Verhaltenskodexe, bei denen es zusätzlich um "schwerere" Vergehen geht, dann wüsste ich jetzt nicht, ob ich diesen Regeln so immer und überall zustimmen könnte / möchte bzw. imaginiere ich da gleich wieder andere, auch heftige Schwierigkeiten.

Jan 31, 2013

Sorry, n bisschen spät: vorgestern war also das Treffen und ich war spät dran und hatte nichts reserviert dafür, weil ich so mit maximal 8 Interessierten rechnete, dann kamen aber gleich so 20 und einige mehr wären ja zusätzlich noch gern mit dabei gewesen...

(Wir mussten deshalb ein bisschen wandern und die Location war nicht so wirklich prall, aber es war insgesamt noch erträglich, hoffe ich. Ich hab mich jedenfalls sehr gefreut, so viele (wieder) zu sehen.)

Heißt also: wir wollen das!

Ich ward zum Protokollanten bestimmt, hier ist es:

Protokoll

Damit dürfte ja alles klar sein.

Zur Sicherheit für die Nicht-Kryptograph:innen unter Euch:

  • Wann? Wochenende vor Republica, wobei der Samstag (4. Mai) vor Sonntag (5.) favorisiert wurde
  • Wann uhrzeitmäßig? Noch keine wirkliche Festlegung, aber Loslegen am Nachmittag fanden einige schon gut, noch nicht abschließend (wie ja eigentlich gar nichts) ausgehandelt.

  • Wo? Vorgeschlagen waren

    • Panke werde ich noch die leute, die ich kenne, die da relativ eng dran sind, kontaktieren (gleich nach dem hier), sollen auch alle recht unkompliziert sein wie mir berichtet wurde

    • Räume beim Ritter Butzke - hier hat mir Katia gerade berichtet: 'also der tüp vom butzke war sehr nett und er meldet sich morgen, er will sich noch erkundigen, ob an dem abend das ritterbutzke party macht, dann würde das, wie er meinte, nämlich nix bringen weil wir nichts mehr von unserer eigenen musik hören würden. die sind nämlich DARUNTER! das wusste ich garnicht. dann müssen wir jetzt wohl mal daumen drücken. preis haben wir noch nicht besprochen aber irgendwie kam mir das alles sehr locker vor mit dem tüp.

    • (Edit:) Vorschlag von meiner Frau grad noch: Salz Club - war sie letztens aufner Geburtstagsfeier und fand es dort auch sehr schön

    • Probenraum bei Freundin von mir umme Ecke in Weißensee. von mir vorgeschlagen, aber wie ich gerade durch Googlen nochmals genau erfuhr: Größe 12 x 10 m und damit - denke ich fast - wohl zu klein.

  • Eintritt? Eher nein bis nein.

  • Tools fürs Organisieren: typ.o hatte ja in den Kommentaren bereits angeboten, blogmich.de wieder freizuschalten und entsprechendes für Organisation mitzugeben. Ich hab ihn gerade angeschrieben und dann wirds sehr wahrscheinlich bald dort weitergehen.

  • Was wollen / machen wir da eigentlich? Mir schien einigermaßen Konsens, dass (so wie eben damals auch) es möglichst unprogrammatisch abgehen soll, d. h. ohne großen Riesenorganisationsaufwand - aber dann auch ohne viel Bohey begleitend / ankündigend (Sorge: Gefahr, dass es sonst zu groß werden könnte. Größe von irgendwas zwischen 100 und 200 Leuten fänd ich persönlich jetzt erstrebenswert). Es soll also mehr Party-Charakter haben als alles andere

Dennoch: Beiprogramm durchaus erwünscht und das wäre dann z. B. im Wiki organisierbar

Erste Vorschläge hierfür:

  • Random Frühstück (gabs bei der ersten Blogmich) jede:r, der/die will, bringt was mit ohne Koordination der Überraschung wegen (20 Nudelsalate werden billigend in Kauf genommen)

  • Lesung - letztes mal gabs "Blogkaraoke", reizender Vorschlag auch: man liest tatsächlich und wahrhaftig das eigene allererste Blogpost vor (und in Kontrast vielleicht was aktuelles)

  • Musik: irgendwer macht DJ oder vllt. so'ne jeder bringt sein Device mit und spielt für 15min-Dings, da waren wir auch noch nicht wirklich ausführlich

  • Sonstiges: wären diese großen "analogen" Namenskärtchen auch wie letzes Mal nicht nett und charmant?

  • weitere Vorschläge natürlich willkommen

Liebe Blogmichis, falls ich was vergessen oder falsch erinnerte, bitte ergänzen / korrigieren. Danke & Gruß

Jan 27, 2013

An zahlreichen Ecken war für 2013 lesen, dies solle das Jetzt-erst-recht-Jahr fürs Bloggen werden. Ja, und warum auch nicht! Tatsächlich hatte ich selbst unabhängig davon als einzigen guten Vorsatz gehabt : jetzt aber wirklich wieder damit anzufangen (und zwar "...like it's 2005!") - Hat ja auch wirklich gut hingehauen bisher.

Kurz vorm Jahreswechsel, eine - ich weiß schon nicht mehr wie - sentimentale Twitterscherzerei mit einzwei Leuten, von wegen: wäre doch mal wieder nett, so was wie die Blogmich. (Die Älteren erinnern sich).

Wie auch immer: die Scherzerei erzeugte doch ein halb- bis ernsthaftes Echo und jetzt treffe ich mich mindestens mal mit Maike, Bov und Felix - einfach so, um zu sehen, ob und was denn dies Old-School-Motto auslöst und ob nicht wahnsinnigerweise wirklich dieses Jahr irgendwas in der Richtung laufen könnte - was auch immer.

Irgendwie hab ich schon das Gefühl, da könnten mehr als drei Leutchen Böcke drauf haben, vielleicht täusche ich mich aber auch.

Und falls sich nach fünf Minuten rausstellt, dass das schlicht ne Schnapsidee ist, macht es auch nichts, dann haben wir einen netten Anlass zum gemeinsamen Trinken gehabt.

Also: wer mag, kommt vorbei, trinkt mit, spinnt mit. - Denn wäre es andererseits nicht irgendwie auch toll & aufregend, wenn am Ende tatsächlich da was draus entstünde? Und Ihr wärt mit dabei gewesen!

Wir treffen uns am nächsten Dienstag, 29.01.13, ab ca. 20:30 Uhr im Halifour Haliflour

(Wer nicht kommen will oder kann und trotzdem mitreden will: zB bei Twitter lief die Scherzerei unter #blogmich13 - was ich hiermit jetzt einfach mal zum "offiziellen" Arbeitstitel für das Dings erkläre)

Aug 19, 2012

(Text folgt)

flohmarkt discomobil dance legoladen kaffee kult mist 1 mist 2 privat no photos spende please himmel

Aug 12, 2012

Im Brandenburgischen draußen gewesen dies Wochenende. Schönschön.

Ja, schon wieder und warum auch nicht. Da wo wir heute waren, wars überdurchschnittlich schön - überlegt, könnte man wohl doch auch was draus machen, also mal die ganzen Umlandausflüge beschreiben, da wären schon jetzt ein paar nette Ausflugtipps bei rumgekommen. Andererseits: das "Landlust" der Weblogs werden ?! Tatsächlich hab ich aber selbst auch nach gescheiten Berichte von so Ausflügen gesucht, also ohne Gastrokritiker-Gedöns bzw. bloßes Aufzählen von Sehenswürdigkeiten.

Aber jetzt zu was ganz anderem. Bin ich nämlich drauf gekommen durch ein g+ Post von Doc Rollinger, der auf "Ach jodel mir noch einen" verweist, im Englischen dann auch als 2069: A Sex Odyssey bekannt. Der Film ist mehr oder weniger egal, wie ja am deutschen Orignal-Titel auch schon zu erkennen: doof-bierbräseliger-70er-Schmonzes, mit extra-trashigem Inhalt: Weibliche Aliens vom männerlosen Planeten kommen auf die Erde und sie wollen nur eines: unser Sperma.

Aber, das Grundthema hat mich dann doch an was erinnert: als ich selbst nämlich im Schatten junger Jungensblüte stand, da, liebe Kinder, hatten wir ja nichts. Da gabs ja noch nicht mal in jedem Haushalt Video (das waren so "Cassetten", damit konnte man... egal). Was wir hatten, war unser lokales Kino ("Rex") mit den davor befindlichen Glaskästen, in denen Filmstills der gerade gezeigten oder kommenden Filme ausgestellt waren. So eine eingefrorene Filmszene kann durch Aushang geradezu auratische Qualität gewinnen, erst recht, wenn man nicht in den Film darf. Oftmals musste man sich die Filmhandlung aus den vier, fünf Bildern sowie reißerischen Werbesprüchen zusammenreimen.

Die angeheizte juvenile Phantasie baute also einigermaßen wild drauf los. Die Fehldeutungen und daraus resultierenden Konstruktionen konnten so abenteuerlich und verstriegen sein, dass die tatsächlichen Ursprungsfilme dann praktisch da gar nicht mehr heranreichen konnten - wenn man sie später irgendwann mal sah. Erst recht nicht, weil - je oller je doller - die nun zusätzlich verklärende und verfälschende Erinnerung an das Zusammenphantasierte sich noch weiter von den Originalen entfernt hatte. Hatte man gar den Titel des Originalfilms vergessen, dann war es teilweise nahezu unmöglich, diesen überhaupt noch zu ermitteln.

Der erwähnte Doc-Rollinger-Beitrag hat mich aber nun dazu angeregt, mal einigen dieser Lücken nachzugehen, durchaus mit für mich amüsanten / interessanten Resultaten (eben im Abgleich von dem, was im Kopf spukt und geschichtlicher Realität). Natürlich sind diejenigen Phantasiefilme vor allem kleben geblieben, die einigermaßen auf Schockwirkung setzten, d. i. vor allem aus dem Horrorgenre, dem wende ich mich aber in einem späteren Posting zu. Jetzt erstmal zurück zu: Planet der Frauen. In den Glaskästen der Frühachtziger also sah ich eine Conan-der-Barbar-artige Endzeitwelt (ohne Conan), ausschließlich von Frauen bewohnt, die fast nicht bekleidete waren, dafür aber alle orkhafte Gesichtshelme mit so Hörnern drauf trugen. Die wilden Frauenhorden mussten also werweißwielange ohne Männer leben; bis eine Mannschaft Erd-Astronauten auf dem Amazonenplaneten landet und sich die Horden lüstern auf die Eindringlinge stürzen, gipfelnd in jener Tempel-Szene, als die barbusige, orkbehelmte Amazonenkönigin auf einem der hingestreckten, gefesselten und entkleideten Astronauten hockt zwecks ritueller Begattung, während unten das Amazonenvolk ihr hierzu ekstatisch entgegenwogt. Soweit also die Konstruktion. Es hat also ein wenig gedauert, bis ich den dazugehörigen Film fand.

Wie man sieht, alles viel weniger bombastisch. Der Inhalt ebenso, denn es ist gar kein fremder Planet, sondern halt der Amazonas. Der Film heißt Gwendoline, ist ein erwartbar hirnrissiger Mainstream-Softporno, der im Zuge der damaligen Emanuelle-Filme aufkam. Beim jetzigen Anschauen dann auch richtig blöd gefunden, neben dem ganzen sexistischen Kackscheiß (der sich ja da oben in meiner Pubertäts-/Erinnerungsphantasie auch deutlich abzeichnet) zusätzlich mit allerlei Rassismen garniert und zwar alles noch in so extra-ironischer Weise, was alles noch schlimmer macht usw.

Trotzdem: ich fand es dann doch ganz interessant, da dann nochmal weiterzuschauen und das Sujet des Women-only-Planeten ist dann auch - wie man es sich fast denken kann - ein durchaus fester Bestandteil fantastischer/utopischer/Sci-Fi-Literatur, siehe hierzu den Wikipedia-Artikel zu solchen Entwürfen Single-Gender-World

Hier noch einige Film-Beispiele zum Thema, meistenteils dem Genre Sexploitation zuzurechnen, irgendwo zwischen Camp und Totalschrott

  • Spermula (1976) mit Udo Kier, der Film bekommt interessanterweise erst in der englischen Synchronisation die Story von den spermienraubenden Alienfrauen draufgepfropft.
Jul 29, 2012

Im Brandenburgischen draußen gewesen dies Wochenende. Schönschön. Nassnass. Aber trotzdem. Mehr hab ich nicht. Ich muss mir da mal nächste Woche was überlegen.